Gen-Letter

GEN Newsletter 15 – Gensequenzierung in der Diagnose, die Arbeit als Onkologe und der unrealistische Traum von der Gehirn-Computer Schnittstelle

In dieser Ausgabe des Gen Newsletter wollen wir Ihnen drei Artikel aus MIT Technology Review und NAUTILUS vorstellen.

Der erste Artikel (MIT Technology Review), den wir diese Woche empfehlen, erzählt die Geschichte von Beckett Edward. Beckett war mit zweieinhalb Jahren an einer rätselhaften Muskelerkrankung erkrankt und seine Eltern hatten auf eine Diagnose durch genetische Tests gehofft. Nach einer Reihe genetischer Standard-Tests, einer Exom-Sequenzierung der gesamten Familie Edwards(hier werden lediglich die proteinkodierenden Bestandteile abgelesen, die ca. 2 % des gesamten Genoms ausmachen) und schließlich der Sequenzierung von Becketts gesamten Genom, steht die Diagnose von Becketts Krankheit aber immer noch aus. Der Artikel zeigt die Grenzen der Gensequenzierung bei der Diagnose von seltenen Krankheitsbildern auf und macht deutlich, dass unser Wissen zum Genom in einigen Fällen noch sehr gering ist.

When Even Genome Sequencing Doesn’t Give a Diagnosis / MIT Technology Review / Autor: Emily Mullin

 

Dann schildert der Onkologe David Korones im Magazin NAUTILUS die Problematik des Fachärztemangels im Bereich Krebs und warum dieser in den USA in den nächsten Jahren zunehmen wird. Der Artikel hat uns durch seine persönliche und einfühlsame Schilderung so gut gefallen, dass wir Ihnen den Artikel unbedingt ans Herz legen wollen.

How to Solve Oncology’s Labor Crisis / NAUTILUS / Autor: David Korones

 

Und zum Schluss eine sehr qualifizierte Gegenthese zu Elon Musks Plänen in zehn Jahren mit dem Startup Neuralink eine funktionierende Computer-Gehirn Schnittstelle zu entwickeln. Nur weil man elektrische Autos und Raketen bauen kann, Johnny Depps Frau jetzt zur Freundin hat und über ein großes Vermögen verfügt, kann man nicht die Probleme und Schwierigkeiten wissenschaftlicher Forschung beiseite wischen.

With Neuralink, Elon Musk Promises Human-to-Human Telepathy. Don’t Believe It. / MIT Technology Review / Autor: Antonio Regalado

 

Hier können Sie den Gen Newsletter mit den wichtigsten Artikeln der letzten Woche abonnieren:

Bis nächste Woche,

Sarah und Alexander

This post is also available in: Englisch

0 Kommentare zu “GEN Newsletter 15 – Gensequenzierung in der Diagnose, die Arbeit als Onkologe und der unrealistische Traum von der Gehirn-Computer Schnittstelle

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.