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5 Artikel, die Sie gelesen haben müssen – März 2017

Zu Ostern wollen wir eine neue Rubrik einführen: unsere persönlichen Highlights des letzten Monats. Wir blicken zurück auf unsere Wunderding-Letter des Monats März und stellen ihn die Artikel vor, die Sie auf keinen Fall verpasst haben und für die sich unbedingt eine Extra-Leseschicht vorm Schlafengehen oder auf der nächsten Zugfahrt einplanen sollten.

‘It’s easy money: Lab offers doctors up to $144,000 a year to push dubious genetic tests, employees say / Statnews / Autor: Charles Piller

Unbedingt lesenwerter Artikel, weil er am Beispiel der Firma Proove Biosciences Einblick gewährt in den immer stärker wachsenden Markt der Gen-Tests.
Inhalt:
Ein DNA-Test, der herausfinden will, wie Patienten auf Schmerzmedikamente reagieren, einer Firma, die damit die Zukunft der personalisierten Medizin verspricht, einem ehrgeizigen CEO ohne wissenschaftlichen Hintergrund und Ärzten, die sehr viel Geld verdienen mit Tests, die am Ende wahrscheinlich keine validen Ergebnisse liefern. Das sind die Zutaten zur Geschichte über die Firma Proove Biosciences, die grundsätzliche Fragen aufwirft: Welche der Tests sind wissenschaftlich basiert und aussagekräftig, welche Lücken bestehen in der Zulassung und wie lassen sich in Zukunft solche Gen-Test regulieren?

Critics of experimental cancer therapy just don’t get it /STAT / Autorin: Julie Guillot

Dieser Artikel war gar nicht unser Gen-Artikel der Woche, hat mich aber länger gedanklich beschäftigt als alle anderen Artikel.
Inhalt:
Der Artikel erzählt zum Einstieg die Geschichte einer Mutter, deren an Leukämie leidender Sohn nach 4-jähriger Standard Krebs-Therapie an den Nebeneffekten der Behandlung, verstarb. Sie argumentiert, warum experimentellere Therapien wie CAR-T Hoffnung geben und das Risiko wert sind.

Full Genome Sequencing for Newborns Raises Questions“ / Scientific American / Autorin: Bonnie Rochmann

Wollen und brauchen wir eine komplette Genom-Sequenzierung für alle Neugeborenen? Diese Frage wirft unser Gen-Artikel der Woche auf. Die Vorteile sind: Krankheiten würden in den Kindern früher erkannt und somit auch bereits früher behandelt werden können und so würde wahrscheinlich das Leben Einiger gerettet oder erleichtert werden können. Die Nachteile hingegen sind, dass die Information, die eine solche Genom-Sequenzierung liefert, nicht unbedingt leicht verständlich ist, irreführend sein kann und auch unnötige Sorgen heraufbeschwören wird. Projekte, wie BabySeq an der Harvard University haben sich dieser Thematik angenommen und versuchen anhand von Studien die Situation erstmals einzuschätzen.

„Gen Drives could halt malaria in West Africa – if residents agree to it“ / STATnews / Autor: Ike Swetlitz

Zum ersten Mal, planen Forscher mit einem „Gen Drive“ modifizierte Lebewesen hinaus in die Welt zu lassen. Das Land: Burkina Faso in West Afrika. Das Lebewesen: Malaria-übertragende Moskitos. Das Ziel: das Malariaproblem aufzuhalten.
So wird seit sechs Jahren am Bau des Gen Drives in London gearbeitet, während in Burkina Faso daran gearbeitet wird, die Bevölkerung über Gen Drives und deren Bedeutung und potentiellen Wirkungen aufzuklären. Denn schlussendlich muss die Bevölkerung entscheiden, ob sie bereit sind für den nächsten Schritt, die Freilassung der modifizierten Mücken.

How Drive.ai Is Mastering Autonomous Driving with Deep Learning“ / IEEE Spectrum / Autor: Evan Ackermann

Ein Blick hinter die Kulissen des Startups Startup Drive.AI, das wie viele andere autonome Fahrsysteme entwickelt.
Inhalt:
Ausgefallene Sensoren, Regen auf der Straße, False Positive eines Hindernisses, das in Wirklichkeit ein Schatten einer Brücke ist, ein stehengebliebener LKW beim Rechtsabbiegen, Black Box Probleme bei DeepLearning, das sind nur einige der Herausforderungen, die Firmen und Startups lösen müssen auf dem Weg zum autonomen Fahren. Mit ihrem Startup verfolgen die Gründer, die vorher am Stanford Artificial Intelligence Laboratory arbeiteten, auf allen Ebenen einen DeepLearning Ansatz.

Das sind unsere Must-Reads aus dem Monat März. Sollten Sie auch einen persönlichen Favoriten haben, würden wir uns über eine Nachricht freuen. Gerne schauen wir uns diesen Artikel an und stellen ihn gegebenenfalls als Lese-Empfehlung in der neuen Ausgabe des Wunderding-Letters vor.

Frohe Ostern.

Sarah und Alexander

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