09 – was ist AI, was bringt ein Gen-Test und wann kommt der VR-Durchbruch

In dieser Ausgabe stellen wir drei Artikel vor, die den Hype bei AI, Gen-Test und VR kritisch hinterfragen.

AI (Artificial Intelligence, Robotics, Autonomes Fahren etc.)

Warum sind soviele Dinge, die wir mit dem Label AI versehen, in Wirklichkeit Computerprogramme, die zum Beispiel nur aus einer großen Datenmenge, bestimmte Inhalte herausfiltern können? Autor Ian Bogost macht sich Gedanken zum vermeintlichen Siegeszug der AI und der Definition von AI. Er befragt seinen Kollegen Charles Isbell, AI Forscher am Georgia Tech, wann ein Programm sich tatsächlich mit dem Titel AI schnmücken dürfe. Isbells Antwort: erstens muss es über einen Zeitraum durch Änderungen in seiner „Umgebung“ lernen und zweitens muss das Neugelernte, so kniffelig sein, dass es einem Menschen Anstrengung kosten würde, es auch zu lernen.
‘Artificial Intelligence’ Has Become Meaningless / The Atlantic / Autor: Ian Bogost

Weitere AI-Artikel:
Das AI-Startup der Woche:
  • Im MIT Technology Review Artikel „How a Human-Machine Mind-Meld Could Make Robots Smarter“ wird das Startup Kindred AI vorgestellt, das Roboter durch menschliche Virtual-Reality-„Piloten“ trainieren will. Aufsehen hatte das Startup bereits letztes Jahr erregt, weil laut ihrer Patentschrift wohl auch Affen zum Training der Roboter eingesetzt werden können. Aber vielleicht war das auch nur ein geschickter PR-Schachzug.

GEN (CRISPR, Genome-Editing, personalisierte Medizin etc.)

Ein DNA-Test, der herausfinden will, wie Patienten auf Schmerzmedikamente reagieren, eine Firma, die damit die Zukunft der personalisierten Medizin verspricht, ein ehrgeiziger CEO ohne wissenschaftlichen Hintergrund und Ärzte, die sehr viel Geld verdienen mit Test, die am Ende wahrscheinlich keine validen Ergebnisse liefern. Das sind die Zutaten zur Geschichte über die Firma Proove Biosciences, die grundsätzliche Fragen aufwirft: Welche der Tests sind wissenschaftlich basiert und aussagekräftig, welche Lücken bestehen in der Zulassung und wie lassen sich in Zukunft solche Gen-Test regulieren?
‘It’s easy money: Lab offers doctors up to $144,000 a year to push dubious genetic tests, employees say / Statnews / Autor: Charles Piller

VR/AR

VR ist überall, aber der große Hype lässt noch auf sich warten. Warum das so ist und welche 8 Lehren er aus einem Jahr VR zieht, schreibt Matt McIlwain, von der Madrona Venture Group in VentureBeat. Die Kurzzusammenfassung: 1. die Technik, mit der zum Beispiel ein Vive VR-Headset funktioniert, ist beeindruckend, 2. aber nicht jeder ist bereit dafür soviel Geld auszugeben. 3. Große Firmen sind Early-Adopter im Gegensatz zum Consumer 4. Die erste Killer-VR-Anwendung wird soziale Elemente haben. 5. Kinder finden sich sehr schnell mit VR, Controllern etc. zurecht und lieben es. 6. China ist dem Rest der Welt einiges voraus. 7. Firmen und Investoren warten auf den großen Durchbruch, aber wann könnte der kommen? Wenn Apple ins AR Geschäft einsteigt? 8.  Mit AR/VR ist eine neue Form der Mensch-Maschine Interaktion etabliert.
100 demos, 50 pitches, and a year with AR and VR: What we’ve learned / VentureBeat / Autor: Matt McIlwain, Managing Director at Madrona Venture Group

BUSINESS

Warum es wahrscheinlich doch nicht die beste Idee ist, Gründer und Venture-Capital mit einem öffentlichen Pitch zusammenzubringen.
Why we’re ditching Demo Days /TechCrunch / Autor: Ross Baird, Gründer und executive director von Village Capital

Das waren unsere Artikel der Woche. Bis bald auf Wunderding,

Sarah und Alexander

Verpassen Sie keinen Wunderding-Letter und kein Quiz. Bekommen Sie ihn jede Woche in Ihre Inbox:

 

This post is also available in: Englisch

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.